Adjuvante Therapien bei TNBC

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In einer Studie mit 7.730 Patientinnen mit triple-negativem Brustkrebs (triple negative breast cancer, TNBC) im Frühstadium, das heißt, ohne Befall der Lymphknoten und ohne Metastasenbildung, zeigte sich, dass alle Betroffenen mit dieser Krebsart einen Behandlungserfolg hatten, wenn eine adjuvante (unterstützende) Therapie nach der Operation zum Einsatz kam. Dafür wurden Daten der Brustkrebs-Patientinnen aus verschiedenen Krebsregistern herangezogen, die im Fünf-Jahreszeitraum, zwischen 2010 und 2015, erhoben wurden. Die Frauen waren damals im Durchschnitt etwa 60 Jahre alt. Im Auswertungszeitraum starben demnach nur acht Prozent der Patientinnen, 92 Prozent überlebten. 

15 bis 20 Prozent aller Mammakarzinome sind triple-negativ. Der 2007 entstandene Begriff beschreibt einen Brustkrebs-Typ, bei dem auf der Zelloberfläche der Krebszellen keine spezifischen Rezeptoren vorzufinden sind. Einem dreifach-negativen Mammakarzinom fehlen danach Hormonrezeptoren an der Zelloberfläche, für Östrogen, abgekürzt mit ER, und Progesteron, kurz PR. Außerdem ist kein sogenannter humaner epidermaler Wachstumsfaktorrezeptor 2 (HER2-Rezeptor) auf den Krebszellen zu finden. Diese Faktoren machen den Krebs auch so aggressiv und recht schwer zu behandeln, denn die Tumorgröße, das Ausbreitungsmuster und die Zellart sind allein nicht entscheidend. Moderne Untersuchungsverfahren können aber bei jeder Frau mit Brustkrebs die genauen individuellen brustkrebsspezifischen Merkmale offenlegen, nach denen sich dann die adjuvante Therapie und der Behandlungserfolg richtet. 

Die Studienautoren kommen bei dieser Studie zu der Schlussfolgerung, dass das Lebensalter und das Tumorstadium, in dem sich die Patientin befindet, Einfluss auf die unterstützende Therapie nimmt. Beide Faktoren haben großen Einfluss auf die brustspezifische Überlebensrate und auf das Gesamtüberleben der Betroffenen. Die Wissenschaftler fanden zudem heraus, dass die Gesamtüberlebensrate sowie die brustspezifische Überlebensrate in allen Altersgruppen erhöht ist, wenn zur brusterhaltenden Operation eine adjuvante Therapie dazu kommt. Voraussetzung ist aber immer, dass der Krebs nicht gestreut hat. Interessant ist aber die Tatsache, dass Patientinnen, die älter als 70 Jahre waren, häufiger eine adjuvante Strahlentherapie bekamen als eine Chemotherapie. Es stellte sich nämlich heraus, dass die Strahlentherapie bei älteren Patientinnen nach dem chirurgischen Eingriff bei Brustkrebs im Frühstadium von Vorteil ist, während jüngere Frauen von einer Chemotherapie stärker profitieren. 

Das Fazit der Wissenschaftler, die die Studie in einer Fachzeitschrift mit Namen JAMA Network Open veröffentlicht haben, ist, dass der Erfolg der adjuvanten Therapie bei triple-negativem Brustkrebs vom Lebensalter der Betroffenen und vom Tumorstadium abhängt. 

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