Bewegung ist vorteilhaft bei Krebsleiden

Bewegung ist wichtig bei Krebsleiden

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Experten in der Krebsbehandlung raten zu sportlicher Betätigung und regelmäßiger Bewegung für Patienten mit einer Krebserkrankung. Sport kann bei Betroffenen mit Krebs eine Wunderwaffe sein, denn regelmäßige Bewegung – als Faustregel gilt 150 Minuten in der Woche – kann mit einer Medikamentengabe eines vielseitig einsetzbaren Arzneimittels gleichgesetzt werden. Das belegen auch Studien, die die Wirksamkeit von Sport analysiert haben. 

Sportliche Aktivität hebt nicht nur die Stimmung von Patienten, sondern verbessert auch die Widerstandsfähigkeit des kranken Körpers und den Schlaf des Betroffenen. Gleichzeitig hemmt Bewegung das Tumorwachstum und lindert Schmerzen. Auch wird das Rückfallrisiko minimiert, was gleichzeitig mit einem längeren Leben gleichzusetzen ist. Der Patient fühlt sich erfrischt und im Befinden erholt nach der sportlichen Herausforderung, um auch gegen Depressionen und Ängste während der Behandlung gewappnet zu sein. Deshalb sollte auch schon kurz nach der Diagnose mit der Aktivität begonnen werden, um auch mehr Kraft und Ausdauer für die im Anschluss folgende anstrengende Therapie zu sammeln. „Jede Bewegung zählt“, erklärt Friederike Rosenberger als Sportwissenschaftlerin am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen in Heidelberg. Ausdauersportarten wie Walking und Radfahren sowie moderates Krafttraining im Wechsel gelten dabei als nicht zu anstrengend und damit empfehlenswert. Joggen kann die Fachfrau nur Personen empfehlen, die auch vor der Erkrankung schon regelmäßig gelaufen sind, sonst wäre diese Art der Trainingseinheit zu anstrengend. Es gilt demnach, den Körper des Erkrankten nicht einer Über- oder Unterforderung auszusetzen. Dosierte Trainingseinheiten sind am besten.

Zuerst sollte der Krebserkrankte aber ärztlichen Rat einholen, ob, wann und welche Sportarten richtig sind. Dann können Krebspatienten unter fachkundiger Anleitung mit dem Ausdauer- und Krafttraining beginnen, denn es gilt auch immer die Begleiterscheinungen einer Therapie, zum Beispiel Chemotherapie, im Auge zu behalten. Manche Chemotherapien können Polyneuropathien auslösen, die die Nervenenden an Händen und Füßen schädigen. Bei dieser Art der Nebenwirkung ist beispielsweise bei Brustkrebspatientinnen vom Laufen und Joggen abzuraten, da es sonst zu Stürzen kommen kann. Zu sensomotorischem Training mit Gleichgewichtsübungen wird bei Brustkrebs-Erkrankten mit einer adjuvanten Chemotherapie dagegen geraten, da auf diese Weise wieder mehr Gefühl in die Fingerspitzen und Zehen der Füße kommt. Angehörige von Erkrankten raten oft von sportlicher Aktivität ab, weil sie glauben, dass Patienten sich ausruhen müssten. Das ist aber nur bedingt richtig, denn Pausen sind der Ausgleich zum Sport, aber kein Dauerzustand bei Kranken. Viele Krebspatienten leiden nämlich auch unter Fatigue, also chronischer Erschöpfung und Müdigkeit, der man mit Sport positiv begegnen kann. Bei älteren Patienten trägt moderate Bewegung zur Verbesserung der Kraft bei, denn viele leiden unter Kraftlosigkeit und Depressionen. Nach dem Sport fühlen sie sich besser und finden auch so wieder schneller zurück ins Leben. 

Quelle: zeit.de

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