Brustkrebs einfach erklärt: Anzeichen, Behandlungen und Risikofaktoren

Nahaufnahme einer Frau, die ihre Brust hält. Konzept der Brustkrebs-Erkennung

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Bei Verdacht auf Brustkrebs sollten betroffene Frauen immer einen Frauenarzt aufsuchen. Brustkrebs ist bei Frauen die häufigste Krebsart, die in jedem Alter auftreten kann. Meistens sind Betroffene aber über 60 Jahre alt. In seltenen Fällen können auch Männer an Brustkrebs erkranken.

Die Brust der Frau besteht aus der Brustdrüse, aus Fett- und Bindegewebe, aus Nerven sowie Blut- und Lymphgefäßen. Das Ganze wird von der Haut umgeben. Wenn Zellen entarten, spricht man von einem Tumor. Nicht jeder Tumor ist bösartig. Es gibt auch gutartige Tumore. Tumore entstehen, wenn sich Zellen unkontrolliert und zu oft teilen. Diese sogenannte Zellteilung ist wichtig für den Körper, denn damit wird das Gewebe ständig erneuert. Allerdings wachsen Zellen bei Brustkrebs zu schnell und verdrängen gesundes Brustgewebe. Der Tumor wächst dann im Drüsengewebe der Brust. Das Drüsengewebe besteht aus Drüsenlappen, ca. 15 bis 20 Stück. Drüsenlappen bestehen aus Drüsenläppchen, die durch Milchgänge untereinander verbunden sind. Wenn eine Frau an Brustkrebs erkrankt ist, sind die Zellen dieser Läppchen und der Milchgänge bösartig verändert.  

Was sind Anzeichen von Brustkrebs?

Die Frau spürt am Anfang der Erkrankung selten etwas. Es gibt aber bestimmte Anzeichen für Brustkrebs. Zu diesen Anzeichen gehören beispielsweise Knoten und Verhärtungen in der Brust und/oder in der Achselhöhle, eingezogene Brustwarzen oder  Schmerzen in der Brust. Das muss aber nicht so sein. Aus der Brustwarze kann auch eine klare oder blutige Flüssigkeit laufen oder die Brust verändert ihre Form und Größe. Außerdem kann die Haut um die Brust rot und schuppig sein. Manchmal haben Frauen auch gar keine Anzeichen.  

Welche Behandlungsmethoden gibt es?

Bei Verdacht auf Brustkrebs bitte sofort einen Frauenarzt aufsuchen, der dann weitere Untersuchungen plant. Zu diesen Untersuchungen gehört beispielsweise die Mammografie der Brust, also eine Röntgen-Untersuchung.  Ist der Verdacht dann bestätigt, das heißt, die Frau hat Brustkrebs, folgen verschiedene Behandlungen. Schritt eins ist fast immer die Operation. Der Operateur entfernt Brust-Bereiche oder aber die ganze Brust und eventuell Lymphknoten aus der Achselhöhle. Wurden nur Teile der Brust entfernt und nicht die gesamte Brust, folgt eine Stahlen-Therapie. Hierbei werden eventuell noch vorhandene Krebszellen entfernt.  

Manche Brustkrebs-Tumore reagieren auf eine sogenannte Anti-Hormontherapie, wenn Hormone wie Östrogen und Gestagen die Zellen schneller wachsen lassen. Dann nimmt die Betroffene Medikamente ein, die im Körper weniger Hormone freisetzen.  

Eine Chemotherapie kommt immer dann zum Einsatz, wenn der Tumor verkleinert oder zerstört werden muss (vor der Operation). Nach der Operation kann es aber auch sein, dass noch Krebszellen übriggeblieben sind. Dann wird das Risiko gesenkt, dass nochmals Brustkrebs entsteht.

Was sind Risikofaktoren?

Bestimmte Dinge können das Risiko für Brustkrebs erhöhen. Dazu gehört das Alter der Frauen, denn mit zunehmendem Alter steigt auch das Risiko einer Erkrankung. Ebenso können gutartige Veränderungen schneller zu bösartigen werden. Manchmal haben Frauen auch eine genetische Veranlagung. Ihr Brustkrebs-Risiko ist dann auch schon in jungen Jahren erhöht. Die oben aufgezählten Geschlechtshormone Östrogen und Gestagen beeinflussen die Zellteilung in der Brust auch negativ. Deshalb sind Hormon-Behandlungen kritisch zu beurteilen. Sie können Krebszellen in der Brust schneller wachsen lassen.  

Auch sollten Frauen viel Bewegung an frischer Luft haben, wenig bis keinen Alkohol trinken und nicht rauchen sowie Übergewicht vermeiden. Alle diese Dinge minimieren das Risiko für Brustkrebs. Zu diesen Dingen gehört aber auch das regelmäßige Abtasten der Brüste auf Veränderungen. Sollten Frauen nicht wissen, wie das geht, kann ein Frauenarzt alles genau erklären. Er/sie untersucht ab 30 Jahren die Brüste der Frauen auch regelmäßig auf ungewöhnliche Veränderungen. Frauen, die älter als 50 Jahre sind, werden alle zwei Jahre automatisch zum sogenannten Mammografie-Screening eingeladen. Solche Vorsorge-Untersuchungen, die die Krankenkassen bezahlen, sollten auch besucht werden. Frauen, die bereits einmal Brustkrebs hatten, sollten sich auch regelmäßig nachuntersuchen lassen.

Bei Fragen können sich Betroffene auch an den Krebs-Informationsdienst unter der Rufnummer 0800-4203040 wenden oder eine E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.de schreiben.   

Quelle: www.apotheken-umschau.de

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