Brustkrebs: HER2-Status hat eigene Charakteristik

Teile diesen Beitrag

Share on facebook
Share on linkedin
Share on twitter
Share on email

Wissenschaftler haben in einer Studie zu schwach hormonempfindlichem Brustkrebs mit negativem HER2-Status herausgefunden, dass diese Art von Brustkrebs wie Brustkrebs von Patientinnen mit triple-negativem Tumor behandelt werden sollte. Bei den Probandinnen trat diese Art von Brustkrebs nur in zwei Prozent aller Fälle auf.

Die neueste Analyse, die vorab online am 20. August 2021 veröffentlicht wurde, stellt dabei heraus, dass ein schwach hormonempfindlicher, also hormonrezeptor-positiver Brustkrebs (HR-positiv), der auf Östrogen und Progesteron schwach positiv reagiert und wächst, als Besonderheit oder Spezifik in der Therapie angesehen werden muss. Die Studie „Outcome of breast cancer patients with low hormone receptor positivity” weist ausdrücklich darauf hin.  

Dabei stellt sich weiterhin an 38.560 Frauen mit Brustkrebs, von denen 85 Prozent HR-positiv, zwei Prozent schwach HR-positiv und 13 Prozent HR-negativ sind, heraus, dass der Krankheitsverlauf und die Prognose zum Überleben unterschiedlich sind.  

Wenn Betroffene mit HER2-negativem Status einen nur schwach hormonempfindlichen Brustkrebs aufweisen, ist die Prognose zum Überleben nicht so günstig wie bei Frauen mit einem normal hormonrezeptor-positiven Brustkrebs in 85 Prozent der Fälle. Die Prognose dieser kleinen Minderheit von Betroffenen ist aber genauso gut oder schlecht wie bei Tumorerkrankten mit HR-negativem Brustkrebs, erklären die Forschenden weiter.  

Sie kommen des Weiteren zu dem Schluss, dass eine Positivität des HER2-Status keinen Einfluss auf den Krankheitsverlauf und die Prognose hat, wenn erkrankte Frauen HR-positiv, schwach HR-positiv oder HR-negativ sind.  

Folglich müssen schwach hormonrezeptor-positive Frauen mit HER2-negativem Status wie Frauen mit triple-negativem Status betrachtet und therapiert werden. Zu diesem Ergebnis kamen jetzt erste Auswertungsergebnisse der neuen Studie, die noch weitere wichtige Erkenntnisse liefern wird.  

Quelle: www.krebsgesellschaft.de

HER-2 positives Mammakarzinom besser therapierbar
Postmenopausale Antihormontherapie: Sieben Jahre ist genug
Neuer Wirkstoff von Sanofi in klinischer Analyse

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Wöchentliche Updates

Mehr zu entdecken

Möchten Sie sich mit uns verbinden?

In Kontakt bleiben

Zwei Frauen und zwei weitere Personen in einer Besprechung in einem Konferenzraum oder Büro.