Brustkrebs im Frühstadium: Wieviel Zeit darf bis zur eigentlichen Behandlung vergehen?

Frau, die eine Ärztin zur Konsultation aufsucht, Konzept Brustkrebsfrüherkennung

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Frauen, die an Brustkrebs im Frühstadium erkrankt sind, sollten sich vor der eigentlichen Therapie Bedenkzeit lassen, um nicht direkt operiert zu werden. Das örtlich begrenzte Mammakarzinom muss fast immer erst entfernt werden, bevor weitere Behandlungsmöglichkeiten zum Einsatz kommen. Solange der Krebs keine aggressive Form ist, ist die Weiterbehandlung aber in der Regel kein medizinischer Notfall.

Expertenrat ist wichtig  

Auch Fachleute der Europäischen Gesellschaft für Brusterkrankungen, kurz EUSOMA, empfehlen Patientinnen zwar keine erheblichen Therapieverzögerungen, befürworten aber je nach individueller Lage ein möglichst geringes Zeitfenster zwischen Diagnose und Therapiebeginn von maximal sechs Wochen.  

Ärztliche und persönliche Entscheidungen für Diagnose-Therapie-Zeitfenster maßgeblich  

In dieser Zeit haben Ärztinnen und Ärzte ausreichend Zeit, um die genaue Planung der Behandlung einzuleiten, sprich die Operation vorzubereiten, aber auch für weitere Untersuchungen. Außerdem können sie sich den Expertenrat von anderen behandelnden Brustkrebszentren einholen. Bei manchen Patientinnen ist es sogar sinnvoll, dass klinische Studien die Frauen nach Diagnosestellung begleiten. Das individuelle Behandlungsschema ist dabei auch ausschlaggebend, ob die Betroffene möglichst schnell operiert werden muss oder ob sich der Operation erst eine Chemotherapie vorschaltet.  

Brustkrebs-Patientinnen, die sich Bedenkzeit nehmen, sollten auch die psychische Belastung bis zur eigentlichen Therapie bedenken. Nach Diagnosestellung sollten Frauen möglichst rasch die richtige Klinik beziehungsweise ein zertifiziertes Brustkrebszentrum zur Behandlung finden, wobei alle Therapiemöglichkeiten mit Vor- und Nachteilen abgewägt werden sollten. Fragen, ob brusterhaltend oder brustaufbauend operiert werden kann, sind dabei unter anderen maßgeblich sowie persönliche Wünsche und die derzeitige Lebenssituation. Auch die Einholung einer Zweitmeinung kann diskutiert werden und diverse Leistungen zum Krankenkassen-Anspruch.  

Fazit: Auch wenn die Therapie meist individuell nicht unmittelbar bevorsteht, sollten sich Brustkrebs-Patientinnen beim Abwägen der Behandlung nicht allzu viel Zeit lassen und möglichst rasch eine Entscheidung fällen, die mit der ärztlichen Meinung in Einklang steht.

Quelle: www.krebsinformationsdienst.de

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