Brustkrebs-Therapie: Zwei Wirkstoffe in Kombination verlängern Überleben

Einahme von Wirkstoffen zur Behandlung von Brustkrebs

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Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen, aber auch Männer können an einem Mammakarzinom erkranken, etwa in einem Prozent aller Fälle.

Deshalb haben auch sie an einer Studie teilgenommen, um die Gesamtüberlebenszeit zu untersuchen, die Betroffene haben, wenn sie einen fortgeschrittenen hormonempfindlichen, aber HER2-negativen Brustkrebs haben und in der Behandlung zwei Wirkstoffe zum Einsatz kommen.

Ablauf der MONALEESA-3-Beobachtungsstudie

Für die MONALEESA-3-Beobachtungsstudie wurden 726 Frauen und Männer ausgesucht, auf die genau diese Merkmale zutrafen. Voraussetzung waren die oben genannten Brustkrebs-Merkmale und ein Mindestalter von 18 Jahren. Alle Frauen befanden sich in den Wechseljahren.  

Die Probanden wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe bekam über viereinhalb Jahre eine Antihormon-Therapie, die bei einem hormonrezeptor-positiven Status immer verabreicht wird, plus einen CDK4/6-Hemmer. Die zweite Teilnehmer-Einheit erhielt auch eine Therapie mit einem Antiöstrogen und zusätzlich keinen CDK4/6-Inhibitor, sondern nur ein Placebo (Scheinpräparat).  

Unterschiede gab es zudem noch in der bevorzugten Behandlungsoption, die bei einigen Teilnehmern in der antihormonellen Therapie lag (Erstlinientherapie) und bei anderen als Zweitlinientherapie zum Einsatz kam. Eine Erstlinientherapie ist die Behandlungsform, die am besten zur Therapie geeignet ist.  

Was sind CDK4/6-Inhibitoren und wie wirken sie sich aus?  

Der Wirkstoff blockiert die sogenannten Cyclin-Dependanten Kinasen 4 und 6, die normalerweise Zellteilung und Zellwachstum regulieren. Sie sind aus der Familie der Proteinkinasen und spielen bei der Kontrolle des Zellzyklus eine Rolle. Durch die CDK-4/6-Blockade verlangsamt sich das Wachstum der Brustkrebszellen.  

CDK4/6-Hemmer-Behandlung als Kombination in der endokrinen Therapie mit einem Antiöstrogen führt dazu, dass es zu einer deutlichen Verbesserung der Therapie beim hormonrezeptor-positiven, HER2-negativen metastasierten Mammakarzinom kommt.  

Fazit der Studienautoren

Die durchschnittliche Verlängerung der Gesamtüberlebenszeit (Erst-und Zweitlinientherapie) beträgt nach Aussage der Verantwortlichen der Analyse etwa zwölf Monate mehr, wenn die Betroffenen im Gegensatz zu einem Placebo mit einem CDK4/6-Hemmer behandelt wurden.  

Die Experten empfehlen daher eine Kombination aus Antihormon-und Inhibitor-Therapie zur Behandlung des hormonempfindlichen, HER2-negativen Brusttumors im fortgeschrittenen Stadium zur Verlängerung der Lebenszeit, denn Nebenwirkungen traten meist nicht oder nur geringfügig auf.  

Quelle: www.krebsgesellschaft.de

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