Diagnose Brustkrebs: Das sind die wichtigsten Kenngrößen (Teil 1)

Arzt notiert Diagnose seiner Patientin

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Das TNM-Klassifikationssystem (Teil 1) 

Wenn Frauen die Diagnose Brustkrebs bekommen, ist das oft ein Schockerlebnis. Viele machen sich Sorgen und haben Angst um ihr Leben. Doch irgendwann beginnen Betroffene, sich mit der Krankheit auseinanderzusetzen. Dafür sind die richtigen Informationen entscheidend, denn nicht jeder Brustkrebs ist gleich.  

Nach der diagnostischen Behandlung liegt in der Regel der endgültige Befund vor, der Betroffenen mitteilt, wie es in der Behandlung weitergeht. Hierbei helfen Abkürzungen der Diagnose, die man verstehen sollte, um die Therapieentscheidung einzuordnen: 

Das sogenannte TNM-Klassifikationssystem ist zur Vereinheitlichung für alle Mediziner gleich und beschreibt mit die Größe und Ausdehnung des bösartigen Tumors, mit N das Ausmaß des Lymphknotenbefalls sowie mit M die Metastasen in anderen Organen. Ziffern hinter den einzelnen Buchstaben beschreiben genauere Einzelheiten, die für die weitere Behandlung extrem wichtig sind. 

Lage des Tumors 

Zuerst müssen behandelnde Ärzte wissen, wo sich der Tumor in der Brust genau befindet. Deshalb teilt man die weibliche Brust in vier Viertel, sogenannte Quadranten, ein. Der Tumor könnte sich dann oben rechts (I), unten rechts (II), unten links (III) oder oben links (IV) befinden, aber auch in der Brustwarze, die Mamille heißt. Die Lage (Lokalisation) des Tumors sagt aber nichts darüber aus, ob Betroffene eine Chemotherapie benötigen; sie ist später für die eventuell folgende Strahlentherapie (Bestrahlung) von Bedeutung. 

T = Größe und Ausdehnung des Brustkrebses (Mammakarzinom) 

Hinter dem T stehen Zahlen, die in Zentimetern (cm) angeben, wie groß der Tumor ist. Es kann aber auch sein, dass der Tumor noch nicht beurteilt werden konnte, dann steht hinter dem T ein X. Je kleiner die Zahl ist, desto kleiner ist auch der Tumor. Bei T0 konnte beispielsweise kein ursprünglicher Tumor in der Brust mehr nachgewiesen werden. Die Abkürzung Tis steht dafür, dass der Tumor noch nicht in das Brustgewebe eingewandert ist, sondern als Krebsvorstufe in den Milchgängen vorhanden ist.  

N = Lymphknotenstatus 

Das Lymphknotensystem wirkt wie ein Filter im Körper und fängt schädliche Stoffe ab, darunter auch Tumorzellen. Durch das Ausmaß des Lymphknotenbefalls mit diesen Zellen, lässt sich die Erkrankung besser einstufen. Je kleiner die Zahl von 0 bis 3 hinter N ist, desto weniger Lymphknoten sind befallen. Bei N0 lassen sich gar keine Tumorzellen in den Lymphknoten nachweisen.  

Bei einer Operation wird zuerst der sogenannte Wächterlymphknoten weggenommen, der Auskunft darüber gibt, ob die anderen Lymphknoten auch befallen sein könnten. Der Wächterlymphknoten ist der nächste Lymphknoten in der Achsel, der am dichtesten am Tumor liegt.  

Mit der sogenannten Wächterlymphknoten-Biopsie wird deshalb überprüft, ob sich Tumorzellen in dem am nächsten gelegenen Lymphknoten nachweisen lassen.  

M = Metastasierung  

Metastasen können sich bilden, wenn der Brustkrebs gestreut hat, das heißt, wenn der ursprüngliche Tumor in der Brust (Primärtumor) Tochterabsiedlungen in anderen Geweben oder Organen gebildet hat. Das können Absiedlungen oder Fernmetastasen in den Knochen, der Leber, der Lunge, dem Rippenfell, dem Gehirn oder auf der Haut sein.  

Sind keine Fernmetastasen vorhanden, steht eine Null hinter M; die 1 steht für das Vorhandensein von Fernmetastasen.  

Quelle: www.brustkrebs-meinen-befund-verstehen.de

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