Diagnose Brustkrebs: Wie man mit Angehörigen und Freunden sprechen kann

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Eine Krebsdiagnose, zum Beispiel bei einer Brustkrebserkrankung, löst vor allem bei Betroffenen eine Schockreaktion aus. Ist der erste Schock dann überwunden, stellt sich die Frage, welche Personen informiert werden. Das ist eine nicht immer leichte Entscheidung, denn manche Frauen möchten über ihre Erkrankung nur ungern reden. Es empfiehlt sich jedoch, enge Angehörige und Freunde zu informieren. Wer nicht redet, kann auch keine Unterstützung erwarten.  

Außerdem sollten Betroffene die Last auch nicht alleine tragen, weshalb sich das Teilen der Krebsdiagnose mit engsten Vertrauten empfiehlt. Das bestätigen auch viele ehemalige Brustkrebs-Patientinnen, die solche eine Diagnose und Therapie gut überstanden haben. Durch offene Gespräche werden die eigenen Sorgen kleiner.  

Muss der Arbeitgeber informiert werden?  

Den Arbeitgeber muss man nicht verpflichtend einbeziehen, allerdings ist auch hier Offenheit besser, um Verständnis für die eigene Erkrankung und die damit verbundenen körperlichen Veränderungen zu wecken. Sind Betroffene zu einem Gespräch bereit, wird auf jeden Fall Klarheit geschaffen.  

Betroffene sollten zudem immer das Gespräch behutsam aufbauen und möglichst viele Informationen preisgeben, raten Experten. Wenn die Erkrankung nicht lebensbedrohlich ist, kann man dies auch durchaus vorweg schildern, damit man keine zusätzlichen Ängste schürt. Auch sollten Fragen zulassen werden.   

Jede Betroffene geht anders mit der Erkrankung um  

Manche Betroffenen reden gerne über ihre Erkrankung, Andere lassen die negative Nachricht andere Personen verbreiten, damit sie nicht immer über ihre Situation sprechen müssen und manche neigen dazu, nur ausgewählte Personen zu informieren. Eine offene und direkte Kommunikation kann aber in bestimmten Fällen sehr wichtig sein. In erster Linie aber zählt Rücksichtnahme auf sich selbst und nicht auf andere Menschen.  

Kinder sind besonders sensibel  

Die eigenen Kinder sollten je nach Alter so früh wie möglich aufgeklärt werden. Offenheit ist hier wichtig und das Einbeziehen der Kinder in den Krankheitsprozess. Es sollten immer aufrichtige Erklärungen abgegeben werden, mit dem Ziel alles einfach, bildhaft, anschaulich sowie verständlich zu erklären. Inzwischen gibt es sogar einige Kinderbücher, die das Thema altersgerecht aufbereiten.

Die Behandlung sollte auch ins Gespräch einbezogen werden, damit das Kind versteht, warum das erkrankte Elternteil beispielsweise ständig erschöpft und müde ist. Außerdem führt eine altersgerechte Aufgabenverteilung zur Entlastung der gesamten Familie. Erkrankte sollten aber auch immer die Sorgen und Ängste der Kinder im Blick haben, die Reaktionen richtig deuten und gegebenenfalls einen Kinderarzt oder Kinderpsychologen bei Problemen mit ins Boot holen.  

Kommunikationsmöglichkeiten 

Auf welchem Weg betroffene Frauen ihre Krebsdiagnose mitteilen, ist immer unterschiedlich. Manche schreiben Briefe oder Emails, wieder andere bevorzugen ein Telefonat aufgrund der Distanz, die durch die räumliche Trennung entsteht. Es sollte aber niemals unterschätzt werden, dass es immer unterschiedliche Reaktionen auf die negative Nachricht geben kann – von Wut über Trauer, Scham oder Verleugnung können viele Emotionen beobachtet werden. Einige informierte Personen können sich zudem auch merkwürdig verhalten und in Sprachlosigkeit und Unbehagen verfallen. Die allermeisten jedoch fühlen mit der an Brustkrebs erkrankten Frau und wollen helfen und einfach nur da sein.  

Quelle: www.krebsgesellschaft.de

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