Haarausfall während Krebstherapie: Welche Perücke ist die richtige und wo finde ich sie?

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PatientInnen, die eine Strahlentherapie bekommen, leiden im Anschluss daran oft unter Haarausfall. Dann entscheiden sie sich häufig für eine Perücke. Was es dabei zu beachten gilt, klären wir in diesem Artikel.

Wo gibt es guten Haarersatz und wer bezahlt? 

Die Perücke wird per ärtlichem Rezept verschrieben. Zugelassene Friseursalons fertigen dann nach Wünschen der Patientinnen eine Perücke an. Diese Friseursalons sind präqualifizierte Zweithaarspezialisten. Der Friseursalon nimmt die Beratung sowie die Anpassung der sofort erhältlichen Modelle vor, nachdem die Krankenkasse über die Kosten informiert ist. 

Eine Perücke zu knüpfen ist aufwendig und dauert mehrere Monate. Daher gibt es immer Sofortmodelle, die im Salon auf Wunsch der Kundin zurechtgeschnitten werden. Die zahlende Krankenkasse hat entsprechende Listen und Empfehlungen für Zweithaarspezialisten; vielleicht auch der hauseigene Friseur. Beratungstermine beim Haarspezialisten sollten immer vor dem „Haarausfall-Ereignis“ stattfinden. Dort kann dann auch eine Glatze rasiert werden und eine Direktanpassung vorgenommen werden. Dies ist ratsam da das Zweithaar auf kahler Haut nicht verrutscht.

Perückenvielfalt erschwert Entscheidung  

Es gibt zudem viele verschiedene Optionen für eine Perücke. Mögliche Fragen sind: Soll die Perücke aus Kunst- oder Echthaar sein und für einen Kurz- oder Langhaarschnitt geeignet sein? Kunsthaare sind leichter entflammbar (Kochen, Backen) und nachts nicht tragbar, da sie verfilzen. Gleiches gilt für einen Langhaarschnitt bei Kunsthaar, der auf den Schultern reibt. Hat die Patientin vielleicht eine Allergie gegen bestimmte Bestandteile der Perücke? Bekommt sie Kortison-Präparate, die das Gesicht anschwellen lassen und somit die Passform verändern? Es gibt zudem noch Kassen- oder Zuzahlungsmodelle sowie handgeknüpfte und maschinengefertigte Modelle. Auch Haarteile bei kahlen Stellen auf dem Kopf oder nicht entsprechendem Nachwachsen der Haare können von der Krankenkasse als Dauerversorgungs-Rezepte akzeptiert werden.  

Pflege der Perücke 

Brustkrebs-Patientinnen mit Haarausfall sollten immer der Herstelleranweisung folgen, damit die Perücke länger schön bleibt. Für verschiedene Formen des Zweithaares gibt es keine allgemeinen Pflegeanleitungen. Echthaar ist demnach wie normales Haar zu behandeln und zu pflegen. Bei Kunsthaar-Ersatz sollte nur spezielles Shampoo verwendet werden. Föhnen, Lockenstab und Glätteisen sowie starke Schweißbildung und nächtliches Schlafen mit Perücke schädigen diese selbst in kurzer Zeit.

Fazit: Qualität und Beanspruchung des Zweithaares entscheiden über dessen Haltbarkeit.

Quelle: www.apotheken-umschau.de

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