Mammakarzinom: Therapietreue entscheidet mit über Behandlungserfolg

Teile diesen Beitrag

Share on facebook
Share on linkedin
Share on twitter
Share on email

In Deutschland erkranken jährlich über 70.000 Menschen an Brustkrebs, Tendenz steigend. Auch Männer können in etwa ein Prozent aller Fälle betroffen sein. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei circa 64 Jahren. Deshalb ist es auch besonders wichtig, Vorsorgeuntersuchungen, vor allem in Form der Mammographie-Screening-Maßnahmen, wahrzunehmen, die im Alter zwischen 50 bis 69 Jahren alle zwei Jahre kostenlos angeboten werden.  

Ist eine Frau oder eventuell ein Mann an einem Mammakarzinom erkrankt, entscheidet das Stadium des Tumors beziehungsweise auch dessen Biologie, das heißt, die Eigenschaften des bösartigen Krebsgeschwüres, über die Prognose der Betroffenen. Entscheidend ist zudem, ob empfohlene unterstützende (adjuvante) Behandlungsmethoden angewendet werden und wie lange Medikamente nach einem operativen Eingriff eingenommen werden. Die Therapietreue beziehungsweise die Einhaltung der Vorgaben ist nämlich auch ein entscheidender Faktor im Kampf gegen Brustkrebs. Behandlungserfolg und Gesamtüberleben hängen auch von diesen Faktoren ab, wie Anwenderstudien deutlich zeigen.  

Aber nicht nur die Bereitschaft zur aktiven Mitwirkung an therapeutischen Maßnahmen (Compliance) ist wichtig. Erst einmal steht in den meisten Fällen die Operation im Vordergrund, bei der der Tumor meist brusterhaltend entfernt wird. Vorher oder nachher werden Betroffene mit einer Chemo- oder Strahlentherapie behandelt, um sicher zu gehen, dass auch wirklich alle eventuell noch verbliebenen Krebszellen vernichtet und entfernt wurden.  

Zytostatika, die in (neo-)adjuvanten Chemotherapien enthalten sind, können schwere Nebenwirkungen, wie Übelkeit, Erbrechen oder Haarausfall hervorrufen. Diese unangenehmen Nebenwirkungen lassen sich aber mit Medikamenten nach Beratung in der Apotheke lindern.  

Manche Patientinnen müssen über Jahre hinweg zusätzlich Arzneimittel aus der Gruppe der Antihormone einnehmen, wenn der Tumor hormonempfindlich ist. Diese Antiöstrogene, Aromatasehemmer und Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH)-Analoga, lösen auch in vielen Fällen Nebenwirkungen in Form von Wechseljahresbeschwerden aus, zu denen Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen gehören. Studien zeigen, dass aus oben genannten Gründen Patientinnen in 50 Prozent aller Fälle mit der Therapietreue brechen. Das ist ein Fehler, weil dies den Behandlungserfolg, die Lebensqualität und -dauer entscheidend negativ beeinträchtigt.  

Medizinische und pharmazeutische Informations- und  Beratungskompetenzen können helfen, damit Betroffene die Therapietreue einhalten können, wie Experten der Apothekerkammer betonen.

Quelle: www.pharmazeutische-zeitung.de

Strahlentherapie senkt Rückfallrisiko
Einsatz von Statinen in der Krebsbehandlung

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Wöchentliche Updates

Mehr zu entdecken

Möchten Sie sich mit uns verbinden?

In Kontakt bleiben

Zwei Frauen und zwei weitere Personen in einer Besprechung in einem Konferenzraum oder Büro.