Startup-GründerInnen unterstützen Brustkrebs-Betroffene mit begleitender App Brea

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Der Fachinformatiker Daniel Marschner – bekannt als Wunderlist-Gründer – und seine 2018 an Brustkrebs erkrankte Freundin Jessica Biastoch haben zusammen mit Betriebswirtin Sarah Jankowsky ein Startup gegründet. Die App mit dem Namen Brea soll Brustkrebs-Betroffene ganzheitlich und nachhaltig bei alltäglichen Hürden und Bedürfnissen begleiten.

Echter Mehrwert der App Brea durch Information und Selbstorganisation

„Brea“ soll Versorgungslücken bei Brustkrebs-PatientInnen schließen. Viele Erkrankte stehen nach der Diagnose vor der Herausforderung der Organisation zahlreicher Termine und Dokumente. Die App umfasst ein therapie-begleitendes Konzept, denn viele Erkrankte sind mit der Koordinierung ihrer Behandlung nach der Schockdiagnose überfordert. So ging es auch der Freundin von Daniel Marschner. Schmerzen in der Brust und weitere Probleme tauchten schon im Jahr 2015 auf, ohne dass MedizinerInnen einen Tumor fanden. Regelmäßige ÄrztInnenbesuche standen seit dem auf der Tagesordnung von Jessica.

In der Idee der GründerInnen wird als erstes der Krankenstand (Stadium der Erkrankung und Lebenssituation) der Brustkrebs-PatientInnen mit allen Gesundheitsdaten erfasst. Ein individueller und persönlich ausgearbeiteter Selbsthilfeplan übernimmt dann Terminkoordinierungen, die Therapietreue in Hinsicht auf die Medikamenteneinnahme und administrative Aufgabenbereiche. Auch Fragen zur Kostenübernahme einer Perücke und Übungen zur Achtsamkeit und Resilienz beinhaltet die App Brea. Darüber hinaus erinnert Sie an Termine und Tagebuch-Eintragungen und bietet Hilfestellung bei Antragsformularen, beispielsweise für eine Reha-Einrichtung.

Herausforderungen und Hürden 

Langfristig möchte das Berliner Team die App als Medizinprodukt zertifizieren. Die Vielseitigkeit der App liefert einen großen Mehrwert sowie Nutzen für erkrankte Brustkrebs-PatientInnen, sodass das Team von einer Zertifizierung überzeugt ist. Die Hürden sind allerdings seit Kurzem noch einmal verschärft worden, sodass Wartezeiten bei anerkannten Prüfstellen lang sind. Vor 2024 rechnen die Startup-GründerInnen nicht mit einer Anerkennung als Medizinprodukt.

Bis Ende 2022 wird die App Brea wohl aber als abgespeckte Version ohne Analyse von Gesundheitsdaten mittels künstlicher Intelligenz (KI) und somit ohne Prüfsiegel auf den Markt kommen. Die Zertifizierung ist somit nur der zweite Schritt vor der Bekanntmachung der Marke Brea.

Sollte sich der Markenname etabliert haben sind auch Krankenkassen bereit „Apps auf Rezept“ zu übernehmen. Diese digitalen Gesundheitsanwendungen, kurz DiGA, müssen zuvor aber vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zugelassen werden, damit Ärztinnen und Ärzte die Apps auch auf Kosten der GKV verschreiben können. DiGAs sind nämlich nicht günstig; sie kosten den Kassen durchschnittlich 405 Euro im Quartal pro PatientIn.

Quelle: www.businessinsider.de

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