Studie: Krebsbehandlungen je nach Klinikwahl mit großen Defiziten

Leerer Krankenhausflur, Konzept Brustkrebsfrüherkennung

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Eine Analyse zur Wirksamkeit der Versorgung in onkologischen Zentren hat den Verdacht genährt, dass der medizinische Fortschritt nicht in jeder Klinik in Deutschland ankommt. Ursache dafür ist mutmaßlich eine zu geringe Wissenschaftlichkeit in einigen Krankenhäusern. Kliniken sollten immer nach dem neuesten Stand der Wissenschaft arbeiten, doch ist dies des Öfteren nicht der Fall. Dies kann extreme Folgen für die Krebsbehandlung haben. 

Die Studie ergab weiter, dass die richtige Klinikwahl letztendlich über die Überlebenschancen von schwer kranken Menschen entscheiden kann. Für Tumor-PatientInnen bedeutet dies beispielsweise, dass in von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Behandlungszentren das Überleben von schwer kranken Krebs-PatientInnen um bis zu 26 Prozent höher ist, wenn die/der Betroffene die richtige und kompetente Klinik wählt.  

Die Analyse verrät auch, dass die Anforderungen an eine Krebsbehandlung in diesen Zentren höher sind, weil die wissenschaftlichen Erkenntnisse unter den MedizinerInnen deutlich stärker ausgeprägt sind. Tumorkonferenzen finden in diesen Zentren fachdisziplinenübergreifend statt. Das heißt, die Besprechung der Ärztinnen und Ärzte wird in den Bereichen Diagnostik, Therapie, beispielsweise mit Zytostatika, sowie in der Nachsorge, gemeinschaftlich abgehalten. Dies fördert das kritische Auseinandersetzen mit dem eigenen medizinischen Handeln. Außerdem findet eine sogenannte Abnahme der Mindestvorgaben-Erfüllung einmal pro Jahr statt. Auch wenn Therapien weiterentwickelt werden, umfasst dies einen eindeutigen Studiennachweis über die Wirksamkeit. 

Im Gegensatz dazu kommen notwendige Therapien in einigen Kliniken teilweise nicht bei schwer kranken Krebs-PatientInnen an. Die Studie führt dies unter anderem auf Fortbildungen ohne wissenschaftlichen Hintergrund zurück. Gefühl und Erfahrung in der Medizin reichten allein nicht aus, um PatientInnen nach bestimmten Kriterien zu behandeln. Außerdem sei der Doktortitel in der Medizin so zu bewerten wie die Masterausbildung in einem anderen Studiengang.

Quelle: www.sueddeutsche.de

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