Studie zur Wächterlymphknoten-Entfernung bei Brustkrebs

Arzt hält ein Röntgenbild in der Hand.

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Gerade erst ist eine neue Brustkrebs-Studie an der Universitätsfrauenklinik in Rostock angelaufen, in der Studienleiter Prof. Toralf Reimer und sein Team über fünf Jahre lang Frauen aus fünf Ländern europaweit untersuchen. Es geht dabei um die Frage, ob eine Wächterlymphknoten-Entfernung, in häufigen Fällen begleitend bei Brustkrebs-Tumoroperationen durchgeführt, sinnvoll und notwendig ist.  

Allein in Mecklenburg-Vorpommern erkranken pro Jahr sehr viele Frauen an Brustkrebs, von denen etwa die Hälfte den sogenannten Wächterlymphknoten entfernt bekommen hat. Viele Frauen bekommen nach dem chirurgischen Eingriff eine Chemotherapie oder auch Medikamente.  Ist demnach eine gezielte ausschließliche Tumorbehandlung inklusive Operation genug, um den Wächterlymphknoten im Körper der Betroffenen verbleiben zu lassen? Der Wächterlymphknoten befindet sich in der Achselhöhle. Wenn er fehlt, kann es unter Umständen zu Schmerzen und Lymphödem-Bildung kommen, was die Lebensqualität der Betroffenen mindert.  

An 330 Studienteilnehmerinnen aus Deutschland, Italien, Spanien, Österreich sowie Schweden wird nun über fünf Jahre untersucht, ob die Heilungschancen für Brustkrebs-Patientinnen genauso gut sind, wenn ihnen nicht der Lymphknoten in der Achselhöhle und eventuell weitere entfernt werden.  

Die Heilungschancen bei Brustkrebs sind nämlich relativ gut, weil bis zu 90 Prozent der erkrankten Frauen vom Krebs geheilt werden können. Voraussetzung dafür ist aber auch, dass genügend Frauen Vorsorge-Untersuchungen, wie das Mammografie-Screening ab 50 Jahren alle zwei Jahre, wahrnehmen. In Mecklenburg-Vorpommern liegt die Rate mit etwa 60 Prozent schon höher als in anderen deutschen Bundesländern.  Erste Ergebnisse der internationalen Rostocker Studie werden schon in etwa drei Jahren mit Spannung erwartet.  

Quelle: ndr.de

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