Teil- oder Voll-Bestrahlung bei bestimmten Brustkrebs-Arten als adjuvante Therapie?

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Neun klinische Studien an 15.187 Frauen, die alle an invasivem Brustkrebs oder an Brustkrebs im absoluten Anfangsstadium erkrankt sind, haben gezeigt, dass nach einer brusterhaltenden Operation das Gesamtüberleben in etwa identisch ist, wenn im Anschluss an der chirurgischen Eingriff teil- oder vollbestrahlt wurde.

Man unterschied in der Überblickstudie „Conchrane Database of Systematic Reviews“, die fünf Jahre oder aber länger dauerte, zwischen Probandinnen, die an invasivem und nicht-invasivem Mammakarzinom erkrankt waren. Der invasive Tumor ist dabei noch nicht in das umliegende Gewebe vorgedrungen und ist die Frühstufe einer Brustkrebserkrankung. Es können sich aber auch hier schon Metastasen in Lymphknoten oder anderen Organen gebildet haben. Der Brustkrebs im absoluten Frühstadium wird auch als duktales Carcinoma in situ bezeichnet und ist eine Vorstufe des eigentlichen Mammakarzinoms.

Die Betroffenen wurden der Analyse zufolge in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe erhielt nach dem chirurgischen Eingriff eine Teilbestrahlung, die zweite Gruppe bekam danach eine Ganzbrust-Bestrahlung.

Die Strahlentherapie gilt als adjuvante, unterstützende Therapie, um das Überleben der betroffenen Frauen zu steigern. Es zeigte sich jedoch, dass es unwesentlich mehr Rückfälle gibt, wenn die erkrankte Brust nur in Teilen bestrahlt wurde. Nur 3 von 1.000 Frauen erlitten ein Rezidiv nach einer Teilbestrahlung. Die kosmetischen Vorteile überwogen aber dennoch bei einer nur teilweise bestrahlten Brust, denn eine Ganzbrust-Bestrahlung hat auch den Nachteil, dass andere Brustbereiche und umliegende Organe in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Hautschäden sind zudem auch massiver und die Bestrahlung dauert länger und ist intensiver, sodass die Lebensqualität der Betroffenen darunter leidet. Die Strahlendosis bei einer Teilbestrahlung ist schonender, dauert nur wenige aufeinanderfolgende Tage und führt fast zu demselben Ergebnis, nämlich, dass das Gesamtüberleben ohne Metastasenbildung beider Gruppe der Studie in etwa identisch ist.

Quelle: www.krebsgesellschaft.de

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